O R D N U N G S B E R A T U N G

für Haushalt und Büro


Meine Idee war es vor drei Jahren aus meiner Herzensangelegenheit einen Beruf zu machen. Ich unterstütze seitdem Menschen, die Ordnung in ihren eigenen vier Wänden schaffen wollen  (und nach häufigen Versuchen wieder aufgegeben haben)  ihr Ziel zu erreichen.


Ich liebe es, über dieses Thema zu berichten, da ich immer wieder ein positives Feedback bekomme, weil diejenigen, die tätig wurden, plötzlich von vielem mehr statt weniger haben.

Wenn Sie jetzt etwas darüber erfahren möchten, lesen Sie bitte weiter: 

M E H R  statt weniger

 Mehr Raum:

Wenn Sie einmal so richtig Ordnung machen und komplett durchsortieren, werden Sie sich nicht mehr überlegen müssen, wegen Ihrer vielen Dinge in eine größere Wohnung ziehen oder zusätzliche Räume anmieten zu müssen.

 Mehr Zeit:

Sie werden viel mehr Ihrer kostbaren Zeit für sich haben, da Sie sie nicht mit dem Suchen von Dingen und auch nicht mit dem Aufräumen der Wohnung verschwenden werden.

Zeit ist Geld…. 

Mehr Geld:

Sie werden einen Überblick über alles Vorhandene bekommen, denn wenn Sie einmal Ihre 127 Paar Socken sortiert haben, werden Sie sich beim nächsten Spontankauf an die wunderbar gefüllte Sockenschublade erinnern.

Ebenfalls lassen sich noch viele Dinge verkaufen, z. B. Flohmärkte, Ebay, Momox, ... Gutscheine gehen nicht unter.  

Mehr Energie:

Lassen Sie sich überraschen. Sie werden begeistert sein.

 

Aber zuallererst muss man die Ordnung auch wollen:

Wer sich im gepflegten Chaos wohlfühlt, der wird immer eine Ausrede finden, nicht aufräumen oder entrümpeln zu müssen.

Ich möchte Sie motivieren und ggf. gemeinsam leistbare Ziele umsetzen. Verabschieden Sie sich von der Aufschieberitis!!!

è MACHEN statt würde, hätte, könnte

 Der Wille ist da … aber wie fange ich an?

 à Blockieren Sie einen dreistündigen Termin mit sich selbst, oder auch mit mir gemeinsam, in Ihrem Kalender.

à Schalten Sie das Smartphone auf den Flugmodus und ggf. die Türklingel ab.

à Gehen Sie kategorisch vor, d. h.: z. B. erst die komplette Kleidung durchsehen (wirklich alles, auch Kleidung aus gehorteten Kisten, dem Keller und dem Dachboden). Weitere Beispiele für Kategorien finden Sie weiter unten.

àIm Anschluss an eine Aktion sorgen Sie dafür, aussortierte Dinge schnellstmöglich aus dem Haus zu schaffen.

Mit drei Stunden am Stück werden Sie feststellen, dass Sie viel mehr geschafft haben, als Sie sich je erträumt haben.

 Finden Sie eine Kategorie:

Hier einige Beispiele:

·       Kleidung

·        Oberteile

Ø Shirts und Pullover

Ø T-Shirts und Sommerbekleidung

Ø Blusen

·        Röcke- und Hosen

·        Kleider, Kostüme, Anzüge

·        Sportkleidung

·        Mäntel, Jacken, Blazer

·        Unterwäsche

·        Nachtwäsche

·        Accessoires

·        Schuhe

 

 ·       Bücher

 ·       Papierkram     

·       Küche

·        Lebensmittel

Ø Gewürze

Ø Zutaten

Ø Konserven

 

·        Kochutensilien

Ø Töpfe

Ø Pfannen

Ø Auflaufformen

·        Bestecke und Kochwerkzeuge

·        div. Schalen und Tupperware

·        Geschirrtücher, Topflappen

·        Reinigungsmittel

·        Abfallentsorgung

 

·       Zimmerpflanzen

 

·       Eingangsbereich  

 

·       ... und vieles mehr

 

Für eine Aktion benötigen Sie:

Einige Kisten und Beutel, um die aussortierten Dinge weiterzugeben

è Verkauf, Weitergabe, Spende

è Gehört in einen anderen Raum

è Abfall

Ein Wischtuch und ein Trockentuch, Staubsauger oder Besen.

 

Der Start:                                         

è Leeren Sie den Bereich komplett und reinigen ihn. Dann nehmen Sie ggf. nötige Reparaturen vor.

 

è Sortieren Sie vor (Pullover zu Pullover  / Hosen zu Hosen  / Nachtwäsche zur Nachtwäsche – Ratgeber zu Ratgeber / Roman zu Roman / Kochbuch zu Kochbuch) 

 

Und nun werden die Dinge wieder einsortiert, …aber nur die, die für dieses Plätzchen bestimmt sind:

 

·      gut sitzende, passende, bequeme Kleidung

·      die Sie wirklich schön finden

·      Kleidung oder Dinge, die völlig in Ordnung sind (keine Löchlein,  Knötchen, Verfärbungen, abgeschlagene Kanten (ggf. schnellstmöglich reparieren lassen)

 

Benutzen Sie möglichst einheitliche, schmale Kleiderbügel. Das ist sehr platzsparend und verschafft Übersicht.

Kleine Dinge können Sie hübsch auf Tabletts oder in Schachteln unterbringen. Seien Sie kreativ.  

Tipp: Wenn die Bluse vom Kleiderbügel rutscht, versuchen Sie es mal mit zwei Gummibändern, die Sie am Ende der Bügel aufspannen. 

 

ALLES muss seinen eigenen Platz haben … aber wie?

Beim Einsortieren gibt es zwar „Faustregeln“, allerdings ist das von Schranksystem zu Schranksystem und von Raum zu Raum sehr individuell. Sollten Sie im Alltag mit Ihrem System nicht zurechtkommen, sortieren Sie einfach um. Ob- Links- oder Rechtshänder, groß oder klein, ganz individuell berate ich Sie gerne vor Ort und werde mit Ihnen eine passende alltagstaugliche Lösung finden.

Kleidung, die Ihnen im Moment nicht passt oder Sie aus anderen Gründen zur Zeit nicht tragen können, (z.B. Umstandskleidung) sollte nicht den Platz im Kleiderschrank einnehmen.  

 

Wenn Sie sich schlecht von Dingen trennen können, versuchen Sie es mal so:

Nehmen Sie jedes einzelne Teil in die Hand und dann entscheiden Sie. Wenn Sie sofort wissen, das behalten Sie auf jeden Fall, dann behalten Sie es natürlich auf jeden Fall!!!

Doch es gibt ganz viele Dinge, bei denen Sie sich einfach nicht sofort entscheiden können. Sie fangen an zu hadern und zu überlegen und zu träumen und und und…

In solchen Fällen gebe ich Ihnen eine Entscheidungshilfe:   

Entsorgen Sie bitte alles was

àdefekt ist und nicht 100%ig funktioniert

àdoppelt- oder mehrfach vorhanden ist (behalten Sie das, was Ihnen am allerbesten gefällt. Versprochen…, auch wenn Sie jetzt nur noch 6 Kugelschreiber besitzen,  werden Sie nie wieder einen Funktionierenden suchen)

 àGeliehenes oder Vergessenes geben Sie an den Eigentümer zurück

 àspenden („Räume auf und tue Gutes!“). Wenn Sie eine warme Jacke seit einigen Jahren nicht mehr getragen haben, dann denken Sie bitte an die „Obdachlosen“, die sich sehr über diese Spende freuen würden. Auch Schlafsäcke, Decken und Isomatten werden dort sehr dringend benötigt. Wenden Sie sich gerne an mich, wenn ich Ihnen mit geeigneten Adressen zur Abgabe der Spenden weiterhelfen kann.

àverschenken (z. B. neue Bewerbungsmappen, Fehlkäufe), aber bitte verschenken Sie nichts Ausrangiertes. Sollte es zum Wegwerfen zu kostbar sein, verkaufen Sie es auf dem Flohmarkt, Second Hand, Ebay, Momox, usw... Lasst ruhig die Familie und Freunde gerne kurz über die Dinge sehen, geben Sie aber bitte keinen „Ballast“ weiter.

àwas keine Funktion mehr für Sie hat (z. B. das Surfbrett, welches seit 10 Jahren den Platz im Keller einnimmt)  

Sortieren Sie soviel wie möglich aus. Auch Bedienungsanleitungen von noch aktuellen Geräten. Häufig sind diese sehr dick, weil sie in vielen Sprachen gedruckt werden. In deutscher Sprache finden sich dann plötzlich nur zwei Seiten. Viele Informationen können Sie sich auch schnell über das Internet wiederbeschaffen und nachlesen und nötigenfalls erneut anfordern. Allerdings ist mir das noch niemals passiert.

 

Und nun???

Müll entsorgen

Wertstoffe recyceln

Defektes reparieren

Einlagern (z. B. Erinnerungskiste für die Kinder)

An seinen Platz in einem anderen Zimmer zurücklegen oder einen Ort hierfür bestimmen

Geliehenes zurückgeben

Gut Erhaltenes spenden / verschenken / verkaufen

 

Wie kann ich aufgeräumt bleiben???

 

Finden Sie für alles einen Platz!!! Legen Sie den Schlüssel immer an den selben Platz. Wenn kein Schlüsselkasten vorhanden ist, stellen Sie doch eine schöne, auffällige Schale an einem gut erreichbaren Ort auf.

Seien Sie achtsam beim Nachkaufen, sonst war das Schaffen von Ordnung schnell umsonst. Brauchen Sie alle angefangenen Reinigungsmittel und Kosmetikartikel auf. Und sind auch wie Eingangs schon erwähnt, die Socken erst einmal geordnet, weiß man, dass der Kauf des 138sten Paares vermutlich völlig überflüssig ist. Sie werden bewusster einkaufen und weniger Geld ausgeben, da Sie genau wissen, was vorhanden ist.

Lehnen Sie auch bewusst Proben und Werbeartikel ab. Insbesondere, wenn die Produkte gerade nicht in Ihr Leben passen.

 

Ein wenig mehr bedarf es noch:

Um „aufgeräumt zu bleiben“ erläutere ich Ihnen noch ein kleines „Regelwerk“, das nach einigen Wochen, bei regelmäßiger Anwendung, in die tägliche Routine übergehen wird. Bitte haben Sie Geduld und machen Sie weiter. Irgendwann werden Sie merken, dass es immer leichter wird und merkwürdigerweise finden Sie auch immer mehr Zeit für sich selbst.  

 

Alles was unter zwei Minuten dauert, erledigen Sie sofort, z. B.:

·        Alles was Sie benutzen, stellen Sie wieder an den Platz zurück.

·        Alles was Ihnen herunterfällt, heben Sie wieder auf.

·        Alles was Sie öffnen, schließen Sie nach Gebrauch wieder.

·        Wenn etwas defekt ist, lassen Sie es reparieren oder repariert es selbst. Sollte eine Reparatur nicht möglich sein, entsorgen Sie es bitte.

·        Anfragen bearbeiten Sie sofort und legen Sie diese, wenn nötig, im Ordner ab. Bitte entsorgen Sie den Briefumschlag.

·        Die Sofadecke zusammenlegen.

·        Die Küchenrolle nachlegen.

·        Den Müll rausbringen.

·        Uvm..

Jetzt wünsche ich Ihnen ganz viel Spaß beim ständigen Überwinden Ihres inneren „Schweinehundes“. Fangen Sie an, bleiben Sie dran, es lohnt sich.

Oft sitze ich denjenigen, die meine Empfehlungen gehört oder gelesen haben wie ein kleiner nerviger „Aufräumgeist“  auf der Schulter und flüstere: „Das dauern noch nicht einmal zwei Minuten!“

Aber nach einigen Wochen wird aus dem nervigen Geist ein „Aufräumengel“, der überhaupt nicht mehr nervt, sondern viel Positives in den Alltag bringt… (mehr Raum, mehr Zeit, mehr Geld, mehr Energie).

 

Und die liebe Familie?

Vermutlich werden Sie auf wenig Unterstützung zurückgreifen können. Sie werden hören:

„Das Genie beherrscht sein Chaos“

„Wer Ordnung hält ist nur zu faul zum Suchen“ 

Auch hier möchte ich jedem, der etwas verändern möchte, ganz viel Geduld ans Herz legen.

Denn jeder, der mit solchen Aktionen startet, muss die Ordnung auch wollen. Aber das muss jeder für sich entscheiden.

Sie können trotzdem loslegen, allerdings nur bei Ihren persönlichen Dingen. Bitte schaffen Sie die Ordnung nur in Ihren Bereichen und lassen Sie die persönlichen Dinge der Familienmitglieder außer Acht.

Ganz sicher … Sie werden beobachtet. Sie werden Ihre Liebsten anstecken, den einen früher und den anderen später…

So habe ich in meiner Küche zwei Schubladen, eine, die nur mit Dingen meines Mannes gefüllt wird, sobald sie herumliegen, das sind z. B. der Schlüssel, die Post, Zeitung, Kaugummies, etc., landen, wenn es mich stört, in seiner Schublade (unter zwei Minuten)…es sind nur Sekunden

Und die andere Schublade teile ich mir mit meiner Tochter. Für sie habe ich eine flache Schachtel zur Aufteilung genutzt. Darin landen meist Kleinteile, wie wertvolle Kinderschätze, mal ein Kartenspiel, …

Ich werde seit Jahren nicht mehr gefragt, wo etwas ist. Denn die Antwort war irgendwann immer gleich: „In deiner Schublade, Schatz!“

So liegt wenig herum und die Fläche ist jederzeit ohne große Aufräumaktionen zum Kochen und Backen zu nutzen.

Vielleicht ist ja für den ein oder anderen ein Tipp dabei oder ich konnte Sie tatsächlich motivieren, einen Anfang zu finden. Dann wünsche ich ganz viel Spaß bei der Umsetzung!!!

Über ein Feedback und Ihre Erfahrungen mit dem Aufräumen würde ich mich sehr freuen.

Ihre Melanie Seibert